Behandlung der Spielsucht in der Schweiz: Effektive Methoden

So werden Bewältigungsstrategien erlernt, um sich von eventuellen Versuchungssituationen distanzieren zu können. Verpflichtend ist darüber hinaus die Teilnahme an einer Spielergruppe, in der die Zusammenhänge und Hintergründe, die dem Spielen zu Grunde liegen, bearbeitet werden. Außerdem erfolgt die Erarbeitung typischer Verhaltensmuster wie Unehrlichkeit, Selbstüberschätzung oder Flucht vor Verantwortung, sodass eine zielorientierte Veränderung stattfinden kann. Ferner haben die Patienten auch die Möglichkeit, an Entspannungstrainings, Selbstsicherheitsgruppen oder Depressionsgruppen teilzunehmen. Ein weiteres Thema ist der Umgang mit Schulden, wobei hier auch eine Schuldnerberatung in Anspruch genommen werden kann. In der dritten Behandlungsphase sollen die Problemlösestrategien stabilisiert werden.

  • Indem man diese Schritte konsequent verfolgt und sich der Herausforderung langfristig stellt, kann ein spielsüchtiger Mensch einen nachhaltigen Weg aus der Sucht finden und ein erfüllteres, gesünderes Leben führen.
  • „Kognitiv“ heisst dabei auch, dass man nachdenkt, sich seines Alltags und seiner Gedanken bewusster wird.
  • Komorbide Störungen können dabei das pathologische Spielen entweder auslösen oder begünstigen, auf der anderen Seite können solche Störungen aber auch die Folge des Spielens darstellen.
  • In einigen Fällen kann die Spielsucht eine medikamentöse Behandlung erfordern.
  • Das führt auf die Dauer zu grossen finanziellen, emotionalen und sozialen Problemen.

Um dieser Situation entgegenzuwirken, ist es entscheidend, Hilfe von Experten in Anspruch zu nehmen. Frühzeitige Intervention und professionelle Unterstützung können helfen, die negativen Auswirkungen der Spielsucht einzudämmen und den Weg zur Genesung zu ebnen. Ein weiteres kritisches Element der Spielsuchtbehandlung ist das Management von Finanzen und Schulden. Spielsucht führt häufig zu erheblichen finanziellen Verlusten und Schulden, was den Bezug zum tatsächlichen Wert des Geldes trüben kann. Klare finanzielle Planung und Strategien zur Schuldenbewältigung können enorm entlastend für den Betroffenen wirken. Diese finanziellen Sorgen treiben Spieler oft zurück zu den Automaten in der Hoffnung auf einen großen Gewinn, der alle Probleme lösen soll.

Neustart Einführungsvideo

Diese Ambivalenz entwickelt sich sowohl aus Überversorgung als auch aus Vernachlässigung. Die Entstehung einer Spielsucht ist selten auf einen einzelnen Grund zurückzuführen. Meist wirken mehrere Faktoren zusammen – persönliche Eigenschaften, belastende Erlebnisse, psychologische Wirkmechanismen und begünstigende Umstände. Die vielen persönlichen Gespräche zwischen dir als Spielsüchtigem und deinem Therapeuten sind sehr wertvoll, um die Spielsucht zu bekämpfen. Warum also solltest du überhaupt ein Selbsthilfeprogramm ins Auge fassen?

Spielsucht heilen ist durchaus möglich, auch wenn es manchmal mehrere Therapien und Behandlungen erfordert. Sehr oft hören wir Sätze wie „ich habe schon zwei Therapien hinter mir“. Es online casinos paysafecard ist nur einfach so, dass manche Spielsüchtige auch einfach mehrere Ansätze brauchen, bis sie wirklich dauerhaft von der Sucht wegkommen. Erst willst du dir gar nicht eingestehen, dass du wirklich eine Behandlung brauchst. Manchmal machst du nur deshalb eine Therapie, weil du dazu gedrängt wirst. Und wenn du nicht wirklich von der Notwendigkeit einer Behandlung überzeugt bist, nimmst du das ganze natürlich auch nicht so ernst.

Kognitive Verhaltenstherapie (CBT):

Dazu gehören die Entwicklung von Hobbys und Interessen, die Verbesserung der körperlichen Gesundheit, das Erlernen von Strategien zur Stressbewältigung und die Vermeidung von Auslösern, die zum Glücksspiel führen. Spielsucht betrifft nicht nur den Spieler, sondern auch seine Familie. Eine Familientherapie kann helfen, das Verständnis und die Kommunikation innerhalb der Familie zu verbessern und ein Unterstützungssystem aufzubauen. Es gibt auch Substanzen, die wir zu den Symptomen der Glücksspielsucht zählen können.

Ursachen von Spielsucht

Dieses Suchtpotenzial basiert auf der Art und Weise, wie die Spiele aufgebaut sind, und auf deren Verfügbarkeit. Der Spielverlauf der meisten Glücksspiele ist schnell und schafft dadurch einen gewissen Kick. Untersuchungen zeigen zudem, dass eine geringere Aktivität im vorderen Bereich des Gehirns (frontaler Kortex) und ein Mangel an Serotonin die Impulskontrolle stören. Diese Veränderungen erklären möglicherweise, warum es Menschen mit Glücksspielsucht trotz der negativen Konsequenzen schwerfällt, auf das Spielen zu verzichten.

Eine Psychotherapie gegen Spielsucht führst du im Idealfall bei einem Psychologen durch. Viele Betroffene fürchten allerdings solch ein persönliches Gespräch, denn man möchte sich nicht einem völlig Fremden anvertrauen. Genauso gut kann es sein, dass man nicht in der Nähe eines auf Spielsucht spezialisierten Psychologen wohnt.

Die kognitive Verhaltenstherapie eignet sich besonders gut für die Umstrukturierung von Gedanken und das Erlernen neuer Verhaltensweisen. Nach verlustreichem Spiel folgt häufig das Bestreben ohne Glücksspiele zu leben, ohne fremde Hilfe scheitern diese Versuche jedoch nach wenigen Tagen oder Wochen. Begleitet werden diese Bestrebungen von Glaubenssätzen wie „Ich kann aufhören, wenn ich es wirklich will“, steht ihnen jedoch wieder ausreichend Geld zur Verfügung, so wird noch exzessiver gespielt. Da das Erleben während eines Spiels im Laufe der Zeit abstumpft, muss die „Dosis“ erhöht werden, sodass pathologische Spieler sehr häufig eine höhere Risikostufe wählen und noch mehr Geld einsetzen. Die meisten Menschen nutzen Glücksspiel zur Unterhaltung – mit Grenzen. Wird das Spiel jedoch zum Mittelpunkt des Denkens und Handelns, gerät die Kontrolle ins Wanken.

Da es keine größeren kontrollierten Therapiestudien gibt, kann auch wenig über die Prognose des pathologischen Glücksspielens gesagt werden. Laut Wise (1988) steigt die Chance für einen günstigen und stabilen Verlauf jedoch mit der Anbindung der Betroffenen an eine Selbsthilfegruppe. Ein weiterer Faktor, der sich als entscheidend für den langfristigen Erfolg von Therapien Spielsüchtiger gezeigt hat, ist die Nach-Betreuung. Also auch dann, wenn du schon scheinbar geheilt bist und nicht wieder zockst, sollten weiterhin in regelmäßigen Abständen Gespräche mit Therapeut(inn)en stattfinden.

Es ist entscheidend, dass Spieler den Umgang mit Geld schrittweise neu erlernen. Im Rahmen einer solchen Psychotherapie wird zunächst intensiv mit einem Fachtherapeuten die individuellen Ursachen und Hintergründe der Spielsucht erörtert. Ziel ist es, gemeinsam wirksame Strategien zu entwickeln, mit denen die Betroffenen die Sucht bekämpfen können.

Diese Angebote sind entscheidend, da sie Unterstützung in verschiedenen Lebensbereichen bieten. Selbsthilfegruppen beispielsweise bieten eine Plattform, auf der sich Betroffene gegenseitig unterstützen können, insbesondere beim Erhalt der Abstinenz nach einer Therapie. Was also kannst du tun bei Spielsucht, wenn du genau in solch einer Situation bist und trotzdem Psychotherapie gegen Spielsucht in Anspruch nehmen möchtest? Nun, das Hilfe-bei-Sucht-Programm ist das führende Selbsthilfeprogramm gegen Glücksspielsucht im deutschsprachigen Raum. Man lädt sich alle Unterlagen aus dem Internet herunter und kann dann sofort loslegen.